VCF Automation stabilisieren und für zukünftige Plattformen vorbereiten
Automatisierung ist heute ein zentraler Bestandteil moderner IT-Infrastrukturen. Sie beschleunigt Bereitstellungsprozesse, reduziert manuelle Fehler und sorgt für einen effizienten Betrieb. Gleichzeitig wächst mit zunehmender Komplexität auch die Bedeutung einer stabilen und sauber aufgebauten Automatisierungsplattform.
Vor genau dieser Herausforderung stand das Universitätsklinikum Münster (UKM). Die bestehende VCF Automation-Umgebung (ehemals VMware Aria Automation) wurde bereits produktiv genutzt, zeigte jedoch im Laufe der Zeit architektonische Inkonsistenzen und operative Schwachstellen. Gleichzeitig plante das UKM den zukünftigen Umstieg auf VMware Cloud Foundation 9 (VCF 9).
Um Risiken frühzeitig zu identifizieren und eine belastbare Grundlage für die nächste Plattformgeneration zu schaffen, beauftragte das UKM comdivision mit einem umfassenden Health Check.
Die Herausforderung: Eine produktive Automatisierungsplattform zukunftssicher machen
Das Universitätsklinikum Münster setzte VCF Automation bereits erfolgreich für die Bereitstellung von Infrastruktur- und IT-Services ein.
Mit zunehmender Nutzung entstanden jedoch typische Herausforderungen:
- fehlende Transparenz über die Architektur
- komplexe Automatisierungs-Workflows
- operative Probleme im laufenden Betrieb
- Unsicherheit hinsichtlich der VCF-9-Kompatibilität
- fehlende Priorisierung notwendiger Optimierungen
Da VCF Automation künftig eine zentrale Rolle innerhalb von VMware Cloud Foundation 9 einnimmt, sollte die bestehende Plattform zunächst objektiv bewertet und stabilisiert werden.
Warum sich das UKM für comdivision entschied
Das Ziel war nicht lediglich die Behebung einzelner Fehler.
Stattdessen sollte die gesamte Automatisierungsplattform hinsichtlich Architektur, Betriebssicherheit und Zukunftsfähigkeit überprüft werden.
Ein Mitglied des Automation-Teams beschreibt den Mehrwert der Zusammenarbeit so:
„Ich habe mehr als ein Jahr mit VCF Orchestrator gearbeitet und in diesen wenigen Sessions mehr gelernt als im gesamten Jahr zuvor – vor allem durch die praxisnahen Workshops.“
Neben der technischen Analyse spielte deshalb auch der Wissenstransfer eine zentrale Rolle.
Die Umsetzung
Im Rahmen eines strukturierten Health Checks analysierte comdivision die komplette Automatisierungsumgebung.
Dabei wurden sowohl die Automatisierungsplattform als auch die zugrunde liegende Virtualisierungsinfrastruktur betrachtet.
Zu den wichtigsten Maßnahmen gehörten:
- Durchführung eines VCF-Automation-Health-Checks
- Bewertung der VCF-9-Readiness
- Analyse der bestehenden Architektur und Konfiguration
- Review sämtlicher Automatisierungs-Workflows
- Validierung anhand aktueller VMware Best Practices
- Überprüfung der vSphere-Umgebung und ihrer Abhängigkeiten
- Identifikation architektonischer Schwachstellen
- direkte Behebung zentraler Workflow-Probleme während gemeinsamer Workshops
- Erstellung eines priorisierten Maßnahmenkatalogs
- Ausarbeitung eines Health-Check-Reports inklusive Management-Zusammenfassung
Die Kombination aus Analyse und unmittelbarer Problemlösung sorgte bereits während des Projekts für spürbare Verbesserungen.
Die eingesetzten Technologien
Im Mittelpunkt des Projekts standen mehrere zentrale VMware-Komponenten:
- VMware Cloud Foundation
- VCF Automation
- VMware vSphere
- VMware NSX
- VCF Orchestrator
Diese Komponenten bilden gemeinsam die Grundlage für eine moderne Private-Cloud-Plattform mit automatisierter Bereitstellung, Netzwerkvirtualisierung und standardisierten Betriebsprozessen.
Das Ergebnis
Durch den strukturierten Health Check erhielt das Universitätsklinikum Münster erstmals eine vollständige Transparenz über den Zustand seiner Automatisierungsplattform.
Zu den wichtigsten Ergebnissen gehörten:
- stabilisierte VCF-Automation-Umgebung
- höhere Betriebssicherheit der produktiven Plattform
- transparente Bewertung der VCF-9-Bereitschaft
- frühzeitige Identifikation architektonischer Schwachstellen
- priorisierte Roadmap für die Einführung von VMware Cloud Foundation 9
- reduzierte Design- und Betriebsrisiken
- deutlicher Wissensaufbau innerhalb des Automation-Teams
Besonders wertvoll war dabei die Kombination aus technischer Analyse, praxisnaher Problemlösung und gezielter Weiterbildung der internen Mitarbeiter.
Warum ein Health Check vor einer VCF-9-Migration sinnvoll ist
Viele Unternehmen planen aktuell den Wechsel auf VMware Cloud Foundation 9.
Dabei wird häufig unterschätzt, dass bestehende Automatisierungsplattformen nicht automatisch optimal auf die neue Architektur vorbereitet sind.
Ein strukturierter Health Check hilft dabei,
- bestehende Risiken frühzeitig zu erkennen,
- Automatisierungs-Workflows zu optimieren,
- Designfehler zu identifizieren,
- Abhängigkeiten transparent zu machen und
- eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Migration zu schaffen.
Gerade in geschäftskritischen Umgebungen wie dem Gesundheitswesen trägt dieser strukturierte Ansatz entscheidend zur Betriebssicherheit bei.
Wissenstransfer als langfristiger Erfolgsfaktor
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts war der direkte Wissenstransfer.
Anstatt ausschließlich Empfehlungen zu dokumentieren, arbeitete comdivision gemeinsam mit dem internen Team an realen Automatisierungs-Workflows und vermittelte bewährte Vorgehensweisen für Architektur, Betrieb und Weiterentwicklung.
Dadurch konnte das UKM nicht nur aktuelle Probleme lösen, sondern auch seine interne Kompetenz im Umgang mit VCF Automation und VCF Orchestrator nachhaltig ausbauen.
Fazit
Diese Fallstudie zeigt, wie wichtig eine objektive Bewertung bestehender Automatisierungsplattformen vor der Einführung neuer VMware-Technologien ist.
Durch die Zusammenarbeit mit comdivision konnte das Universitätsklinikum Münster:
- seine produktive VCF-Automation-Umgebung stabilisieren,
- operative Risiken reduzieren,
- die Bereitschaft für VMware Cloud Foundation 9 objektiv bewerten,
- internes Know-how nachhaltig erweitern und
- einen klar strukturierten und risikoarmen Migrationspfad entwickeln.
Unternehmen, die VMware Cloud Foundation 9 einführen oder ihre bestehende VCF-Automatisierung weiterentwickeln möchten, profitieren von einer frühzeitigen Architektur- und Betriebsanalyse. So lassen sich potenzielle Schwachstellen erkennen, Automatisierungsprozesse optimieren und die Grundlage für eine stabile, skalierbare und zukunftssichere Cloud-Plattform schaffen.
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